Stadt, Wigbold und Kirchspiel Wolbeck

Die Wolbecker Chronik


Willkommen auf den Seiten von Stadt, Wigbold, Kirchspiel und Gemeinde Wolbeck. Hier findet sich neben einer fotografischen Dokumentation des Ortes vor allem eine tageweise Chronik der Jahre 1770-2000.


22.02.2017: Das Ortsfamilienbuch wird um die Trauungen der Jahre 1820 bis 1829 ergänzt.


19.01.2017: Auch im Jahr 1876 geht alles seinen Gang.


05.01.2017: Das Jahr 1877 ist nun auch fertig gestellt.


22.12.2016: Im Ortsfamilienbuch kommen die Trauungen der Jahre 1830 bis 1847 hinzu. In dieser Phase sind die Namen der Eltern des Bräutigams im Allgemeinen nicht im Kirchenbuch aufgeschrieben worden.


17.12.2016: Aus alten Akten des Amtsarchivs wurde das Einwohnerverzeichnis des Jahres 1831 für Stadt und Kirchspiel Wolbeck entnommen. Ursprüngliche Absicht der damaligen Aktion war die Ermittlung der steuerpflichtigen Einkommen und die damit verbundene Einteilung in acht Steuerklassen.


11.12.2016: Vom Wolbecker Weihnachtsmarkt 2016 wurden unmittelbar nach der Eröffnung am Samstag bei aufziehendem Regen einige Fotos gemacht.


02.12.2016: Das Ortsfamilienbuch wurde um die Trauungen der Jahre 1848 bis 1859 erweitert.


05.11.2016: Im Ortsfamilienbuch kommen die Trauungen der Jahre 1910 bis 1922 hinzu. Im Jahre 1915 sind alle Trauungen übernommen worden; mehr sind es nicht gewesen.


31.10.2016: Das Ortsfamilienbuch wurde um die Trauungen der Jahre 1860 bis 1874 ergänzt. Grundsätzlich werden alle Freigaben des Pfarrers für eine Trauung in einer anderen Pfarre ebenfalls übernommen.


29.10.2016: Das Jahr 1878 ist nun auch fertig gestellt.


01.10.2016: Das Jahr 1879 enthält keine aufregenden Meldungen.


17.09.2016: Im Jahre 1880 brennen in der Hofstraße vier Häuser ab, in der Herrenstraße werden vier neue Häuser gebaut und im Oktober kommt es zu einem frühzeitigen Wintereinbruch.


03.09.2016: Im Ortsfamilienbuch kommen die Trauungen der Jahre 1907 bis 1910 hinzu.


Im Sommer 2012 beginnen die Arbeiten an der Wolbecker Chronik. Was ursprünglich als begleitender Text zum vorhandenen Bildmaterial gedacht war, entwickelt angesichts der Fülle erhaltener Unterlagen schnell ein umfassendes Eigenleben.


Die Chronik Wolbecks wird ohne Bewertung der Ereignisse geschrieben. Der Autor ist weder Richter noch Ankläger, sondern nur der Geschichtenerzähler für einen Zeitraum, der vom Hochmittelalter bis in die Neuzeit reicht. Insofern werden alle ursprünglichen Texte sprachlich vereinheitlicht und inhaltlich "entwertet". So verwendet eine Übernahme eines Textes aus dem Jahre 1938 dasselbe Vokabular wie ein Bericht aus den Jahren 1818 oder 1998. Der Autor verbleibt im Hintergrund und lässt die Ereignisse für sich selbst sprechen. Auf diese Weise werden auch viele grausame Geschichten für den Leser ertragbar, vor allem wenn er sie selbst miterlebt haben sollte. Vielleicht ist es für den Schreiber an dieser Stelle hilfreich, nicht in Wolbeck geboren zu sein.


Um eine gute Lesbarkeit des Textes zu erreichen, wird auf die Verwendung von Fußnoten oder wissenschaftlichen Ausdrücken verzichtet. Kurze Zitate werden lediglich in den fließenden Text eingeflochten, Anmerkungen des Erzählers am Ende der Meldung jeweils in Klammern angefügt. Anfragen nach Belegen oder der ausführlichen Meldung im Original können auf Wunsch beantwortet werden.


Die Geschichte endet mit den Milleniumsfeiern an Silvester 1999. Ein elegischeres Ende hätte man sich nicht einmal ausdenken können, zudem sollte die Geschichtsschreibung einen ausreichenden Abstand zum aktuellen Tagesgeschehen wahren. Nicht jede erhaltene Meldung wird in die Chronik übernommen, um die Darstellung nicht beliebig ausufern zu lassen. So liegen alleine für das Jahr 1999 insgesamt 568 Zeitungsseiten vor, woraus nur rund 250 Meldungen entnommen wurden. Aber diese Chronik kann und will nicht vollständig sein. Zudem werden sich wiederholende Beschreibungen ausgelassen, weshalb beispielsweise bei den Schützenfesten jeweils nur Änderungen und Abweichungen vom alljährlichen Gang dargestellt werden.


Eine Publikation der gesamten Chronik in Buchform würde bereits am Umfang von weit über zehntausend Druckseiten scheitern. Insofern bietet die Veröffentlichung im Internet eine sinnvolle Alternative, zudem ist der "Vorabdruck" einzelner Passagen möglich, um zu einem späteren Zeitpunkt notwendige Korrekturen und Erweiterungen anbringen zu können.


Die Erstellung der Chronik ist angesichts der früheren Art der Berichterstattung nicht immer leicht zu tragen. So enthält ein Zeitungsartikel über einen Verkehrsunfall das Foto des toten Kindes in den Armen seiner Mutter auf der Straße, umringt von den Nachbarn, und als Bildunterschrift sowohl Namen als auch Anschrift des Opfers. In einem anderen Fall wird ein Mann wegen Tierquälerei zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er zwei eigene Pferde auf grausame Weise getötet hat, um den anwesenden Kindern die Schwierigkeiten dieser Aufgabe zu zeigen, wobei der Zeitungsartikel das Vorgehen des Mannes ausführlich beschreibt. So gibt es immer wieder Tage, an denen eine Weiterarbeit nicht möglich ist.


Die Wolbecker Chronik umfasst nur Ereignisse, für die schriftliche Belege vorliegen. Entsprechend fehlen allgemein überlieferte Begebenheiten wie die bisher nicht nachgewiesene Verbindung der Meinhövels zur Wolbecker Frühgeschichte. Ebenso weggelassen werden Ereignisse, bei denen kein Hinweis existiert wie die willkürlich für das Jahr 1233 angenommene Gründung der Pfarre St. Nikolaus. Auch für den Bau der Pfarrkirche finden sich bisher keine Belege, insofern ist die geschätzte Bauzeit 1300-1350 nicht wirklich haltbar und findet in der Chronik keine Erwähnung. Und die Frühgeschichte des Tiergartens muss mangels belastbarer Unterlagen in dieser Arbeit ebenfalls im Dunkeln bleiben.


Die Arbeit wird betreut von Dipl.-Archivar Thorsten Schmidt, Leiter des Zeitungs- und Pressearchivs der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.


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