Stadt, Wigbold und Kirchspiel Wolbeck

Die Wolbecker Chronik


Willkommen auf den Seiten von Stadt, Wigbold, Kirchspiel und Gemeinde Wolbeck. Hier findet sich neben einer fotografischen Dokumentation des Ortes vor allem eine tageweise Chronik der Jahre 1770-2000.


03.12.2017: Heute kommen das Einwohnerverzeichnis 1885 sowie das Einwohnerverzeichnis 1907 hinzu. Beide stammen aus Volkszählungen im Königreich Preußen.


25.11.2017: Der Gewerbeverein Wolbeck hat in diesem Jahr wieder die Wolbecker Lichternacht 2017 veranstaltet, von der einige Fotos gemacht wurden.


05.11.2017: Das Jahr 1871 verläuft ohne besondere Höhepunkte.


28.10.2017: Im Jahre 1872 wird die Angelbrücke am Forsthaus neu gebaut, die Güter Holthausen und Möllenbeck verkauft und in der Stadt Wolbeck ein großes Fabrikgebäude abgerissen.


21.10.2017: Das Jahr 1873 verläuft ohne dramatische Höhepunkte. Etliche Bäume im Tiergarten werden gefällt, die Chaussee nach Albersloh befestigt und einige Häuser wechseln den Besitzer.


13.09.2017: Wichtigstes Ereignis im Jahre 1874 war der historische Münzfund in der Loddenheide, dessen Spur sich nach der Übergabe an das Wolbecker Krankenhaus allerdings verliert.


03.09.2017: Die Chronik des Jahres 1875 beruht auf der Zeitung "Münsterischer Anzeiger" und dem Protokollbuch des Kirchenvorstandes.
Innenpolitisch ist das Jahr geprägt vom Kulturkampf zwischen dem preußischen Staat und der katholischen Kirche. Betrachtet man Umfang und Darstellung und vor allem die abgedruckten anonymen Leserbriefe in der Presse, so spielte Wolbeck eine führende Rolle im offenen Widerstand gegen die preußische Verwaltung in Münster. Aber letztendlich wäre ich nicht überrascht, sollte eines Tages noch ein uralter Beleg auftauchen, in dem die Wolbecker Bevölkerung gegen die geplante Gründung von Münster protestiert...


27.08.2017: Die erste Fassung der Chronik des Jahres 1950 wurde auf Grundlage der "Münstersche Zeitung" erstellt, die aber nur bis zum Oktober des Jahres erhalten ist.
In der erweiterten Fassung kommt nun die Zeitung "Westfälische Nachrichten" hinzu, die vollständig erhalten ist. Allerdings ist der Umfang der lokalen Meldungen stark schwankend und fällt zeitweise auch völlig aus.


12.08.2017: Die Chronik des Jahres 1949 basierte bisher auf der Zeitung "Neuer Westfälischer Kurier", die am 01.11.1949 in "Münstersche Zeitung" umbenannt wird und bis dahin zwei- oder dreimal in der Woche erscheint. Die Zeitung liegt nur für die zweite Jahreshälfte vor, ist selbst für diesen Zeitraum unvollständig erhalten und in Einzelfällen auf Grund von Beschädigungen oder schlechtem Druck schwer lesbar.
In der zweiten Fassung kommt nun die Zeitung "Westfälische Nachrichten" hinzu, die vollständig erhalten ist. Allerdings beschränkt sich die lokale Berichterstattung in den ersten neun Monaten des Jahres auf sporadische Meldungen. Selbst der Lokalteil für die Stadt Münster besteht oft nur aus einer halben Zeitungsseite. Am 01. September wechselt die Zeitung auf Großformat, die Berichterstattung nimmt an Umfang dramatisch zu.


25.07.2017: Angesichts durchgehend warmer Wetterlage im Winter beginnen im Jahr 1866 die Heu- und Kartoffelernte bereits Ende Januar. Gleichzeitig wird Wolbeck im Sommer von einem der schwersten überlieferten Unwetter getroffen.


14.07.2017: Wie für die gesamte Mitte des 19. Jahrhunderts typisch, war auch das Jahr 1857 durch einen langen, heißen Sommer gekennzeichnet. Auf Grund der einzelnen Meldungen in den Tageszeitungen sind viele Daten für die Vegetation überliefert. Ansonsten fällt in dieses Jahr auch der Konkurs der Firma "Gebrüder von Amelunxen".


05.07.2017: Von Angelika Pries und Tim Reinoss ist die Biographie von Bernhard Heinrich Fischer (*1915 Wolbeck - +1985 Hausen) erschienen.


21.06.2017: Im Moment läuft die Durchsicht der Sterbebücher der Stadt Münster, weshalb die Jahre 1930 bis 1938 bereits ergänzt werden konnten. Dabei handelt es sich nicht um einige wenige Fälle, sondern meist verdoppelt sich der Umfang eines Jahres annähernd. So finden sich in diesen Bücher die Todesdaten von Einwohnern Wolbecks aus den Münsteraner Krankenhäusern, andererseits aber auch die Unterlagen von in Wolbeck Geborenen, die nach Heirat verzogen und in Münster verstorben sind.


11.06.2017: Auf Grundlage der Zeitung "Münsterischer Anzeiger" konnte nun auch die Chronik des Jahres 1856 erstmals erstellt werden. Ansonsten werden die Sterbebücher der Stadt Münster durchgesehen, da viele Einwohner Wolbecks in den dortigen Krankenhäusern verstorben sind und ihr Tod entsprechend nicht in den Wolbecker Registern erfasst worden ist. Das Ortsfamilienbuch wird entsprechend nach und nach ergänzt.


03.05.2017: Das Jahr 1855 konnte ebenfalls fertig gestellt werden. Manchmal findet man Meldungen, die nicht zu Wolbeck gehören, aber dennoch spannend sind. So brütet in diesem Jahr erstmals eine Amsel in Münster, was einen ausführlichen Bericht wert ist.
Und aktuell: Der Heimatverein Wolbeck hat seinen Internetauftritt fertig gestellt.


23.04.2017: Mit dem Jahr 1854 werden langsam die letzten Lücken in der Chronik geschlossen.


22.02.2017: Das Ortsfamilienbuch wird um die Trauungen der Jahre 1820 bis 1829 ergänzt.


19.01.2017: Auch im Jahr 1876 geht alles seinen Gang.


05.01.2017: Das Jahr 1877 ist nun auch fertig gestellt.


22.12.2016: Im Ortsfamilienbuch kommen die Trauungen der Jahre 1830 bis 1847 hinzu. In dieser Phase sind die Namen der Eltern des Bräutigams im Allgemeinen nicht im Kirchenbuch aufgeschrieben worden.


17.12.2016: Aus alten Akten des Amtsarchivs wurde das Einwohnerverzeichnis des Jahres 1831 für Stadt und Kirchspiel Wolbeck entnommen. Ursprüngliche Absicht der damaligen Aktion war die Ermittlung der steuerpflichtigen Einkommen und die damit verbundene Einteilung in acht Steuerklassen.


11.12.2016: Vom Wolbecker Weihnachtsmarkt 2016 wurden unmittelbar nach der Eröffnung am Samstag bei aufziehendem Regen einige Fotos gemacht.


02.12.2016: Das Ortsfamilienbuch wurde um die Trauungen der Jahre 1848 bis 1859 erweitert.


05.11.2016: Im Ortsfamilienbuch kommen die Trauungen der Jahre 1910 bis 1922 hinzu. Im Jahre 1915 sind alle Trauungen übernommen worden; mehr sind es nicht gewesen.


31.10.2016: Das Ortsfamilienbuch wurde um die Trauungen der Jahre 1860 bis 1874 ergänzt. Grundsätzlich werden alle Freigaben des Pfarrers für eine Trauung in einer anderen Pfarre ebenfalls übernommen.


29.10.2016: Das Jahr 1878 ist nun auch fertig gestellt.


01.10.2016: Das Jahr 1879 enthält keine aufregenden Meldungen.


17.09.2016: Im Jahre 1880 brennen in der Hofstraße vier Häuser ab, in der Herrenstraße werden vier neue Häuser gebaut und im Oktober kommt es zu einem frühzeitigen Wintereinbruch.


03.09.2016: Im Ortsfamilienbuch kommen die Trauungen der Jahre 1907 bis 1910 hinzu.


Im Sommer 2012 beginnen die Arbeiten an der Wolbecker Chronik. Was ursprünglich als begleitender Text zum vorhandenen Bildmaterial gedacht war, entwickelt angesichts der Fülle erhaltener Unterlagen schnell ein umfassendes Eigenleben.


Die Chronik Wolbecks wird ohne Bewertung der Ereignisse geschrieben. Der Autor ist weder Richter noch Ankläger, sondern nur der Geschichtenerzähler für einen Zeitraum, der vom Hochmittelalter bis in die Neuzeit reicht. Insofern werden alle ursprünglichen Texte sprachlich vereinheitlicht und inhaltlich "entwertet". So verwendet eine Übernahme eines Textes aus dem Jahre 1938 dasselbe Vokabular wie ein Bericht aus den Jahren 1818 oder 1998. Der Autor verbleibt im Hintergrund und lässt die Ereignisse für sich selbst sprechen. Auf diese Weise werden auch viele grausame Geschichten für den Leser ertragbar, vor allem wenn er sie selbst miterlebt haben sollte. Vielleicht ist es für den Schreiber an dieser Stelle hilfreich, nicht in Wolbeck geboren zu sein.


Um eine gute Lesbarkeit des Textes zu erreichen, wird auf die Verwendung von Fußnoten oder wissenschaftlichen Ausdrücken verzichtet. Kurze Zitate werden lediglich in den fließenden Text eingeflochten, Anmerkungen des Erzählers am Ende der Meldung jeweils in Klammern angefügt. Anfragen nach Belegen oder der ausführlichen Meldung im Original können auf Wunsch beantwortet werden.


Die Geschichte endet mit den Milleniumsfeiern an Silvester 1999. Ein elegischeres Ende hätte man sich nicht einmal ausdenken können, zudem sollte die Geschichtsschreibung einen ausreichenden Abstand zum aktuellen Tagesgeschehen wahren. Nicht jede erhaltene Meldung wird in die Chronik übernommen, um die Darstellung nicht beliebig ausufern zu lassen. So liegen alleine für das Jahr 1999 insgesamt 568 Zeitungsseiten vor, woraus nur rund 250 Meldungen entnommen wurden. Aber diese Chronik kann und will nicht vollständig sein. Zudem werden sich wiederholende Beschreibungen ausgelassen, weshalb beispielsweise bei den Schützenfesten jeweils nur Änderungen und Abweichungen vom alljährlichen Gang dargestellt werden.


Eine Publikation der gesamten Chronik in Buchform würde bereits am Umfang von weit über zehntausend Druckseiten scheitern. Insofern bietet die Veröffentlichung im Internet eine sinnvolle Alternative, zudem ist der "Vorabdruck" einzelner Passagen möglich, um zu einem späteren Zeitpunkt notwendige Korrekturen und Erweiterungen anbringen zu können.


Die Erstellung der Chronik ist angesichts der früheren Art der Berichterstattung nicht immer leicht zu tragen. So enthält ein Zeitungsartikel über einen Verkehrsunfall das Foto des toten Kindes in den Armen seiner Mutter auf der Straße, umringt von den Nachbarn, und als Bildunterschrift sowohl Namen als auch Anschrift des Opfers. In einem anderen Fall wird ein Mann wegen Tierquälerei zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er zwei eigene Pferde auf grausame Weise getötet hat, um den anwesenden Kindern die Schwierigkeiten dieser Aufgabe zu zeigen, wobei der Zeitungsartikel das Vorgehen des Mannes ausführlich beschreibt. So gibt es immer wieder Tage, an denen eine Weiterarbeit nicht möglich ist.


Die Wolbecker Chronik umfasst nur Ereignisse, für die zeitnahe schriftliche Belege vorliegen. Historische Rückblicke in Tageszeitungen werden grundsätzlich ignoriert, da sie in vielen Fällen nachweislich fehlerhaft sind. Entsprechend fehlen allgemein überlieferte Begebenheiten wie die nicht bewiesene Verbindung der Meinhövels zur Wolbecker Frühgeschichte. Ebenso weggelassen werden Ereignisse, bei denen kein Beleg existiert wie die willkürlich für das Jahr 1233 angenommene Gründung der Pfarre St. Nikolaus. Auch für den Bau der Pfarrkirche finden sich bisher keine Belege, insofern ist die vorgebliche Bauzeit 1300-1350 nicht haltbar und findet in der Chronik keine Erwähnung. Und die Frühgeschichte des Tiergartens muss mangels belastbarer Unterlagen in dieser Arbeit ebenfalls im Dunkeln bleiben.


Die Arbeit wird betreut von Dipl.-Archivar Thorsten Schmidt, Leiter des Zeitungs- und Pressearchivs der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.


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