Stadt und Kirchspiel Wolbeck
Die Chronik

Wolbecker Chronik für das Jahr 1898


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Info: Die Chronik des Jahres 1898 basiert auf der Zeitung "Münsterischer Anzeiger", die vollständig erhalten ist und täglich mit mindestens drei Ausgaben erscheint.
So 02.01.1898: Auf der Chaussee nach Münster unmittelbar vor der Stadt Wolbeck wird der 20jährige Schuhmachergeselle Bernard Heinrich Weppelmann vom Omnibus überfahren. Er stirbt kurz darauf an seinen inneren Verletzungen.
Fr 07.01.1898: Die Gemeindevertretungen von Wigbold und Kirchspiel Wolbeck, Angelmodde sowie Albersloh beschließen für den Bau der Eisenbahn von Münster nach Beckum, die gestellten Bedingungen zu erfüllen und den erforderlichen Grund und Boden für die veranschlagte Summe zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig werden von jeder Gemeinde Aktien der Westfälischen Landeseisenbahn im Betrag von 50.000 bzw. 80.000 Mark übernommen. Mit dem Bau der Bahn muss bis zum 1. Januar 1900 begonnen werden.
Sa 05.02.1898: Der Landwirtschaftliche Lokalverein des Amtes Wolbeck hält in Angelmodde seine Generalversammlung ab. Dr. Potthast aus Billerbeck spricht über die zweckmäßige Zucht und Fütterung des Riendviehs, Oberinspektor Flöer aus Münster empfiehlt die Stuttgarter Lebensversicherungsbank für die Landwirte.
Do 07.07.1898: Auf dem Tierschaufest des Landwirtschaftlichen Lokalvereins des Amtes Wolbeck in Rinkerode werden rund achtzig Stück Vieh aufgetrieben.
Mo 12.12.1898: Auf einem Bauernhof im Kirchspiel Wolbeck gerät der 54jährige Johann Bernard Drees mit einem Fuß in die dampfgetriebene Dreschmaschine. Er wird mit schweren Verletzungen ins Wolbecker Krankenhaus gebracht, wo er in der Nacht verstirbt, weil die Blutung nicht gestillt worden war.
Mo 26.12.1898: Der Pfarrcäcilienchor unter der Leitung des Lehrers Gerhard Kemper führt das Weihnachtsoratorium des Domkapitulars H.F. Müller auf. Es spielt die Wolbecker Musikkapelle unter der Leitung von Herrn Schmedding. Der Erlös der Veranstaltung ist für das Wolbecker Krankenhaus bestimmt.
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