Stadt und Kirchspiel Wolbeck
Die Chronik

Wolbecker Chronik für das Jahr 1906


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Info: Die Chronik beruht im wesentlichen auf den wenigen erhaltenen Tageszeitungen des Jahres. Vor allem der "Münsterische Anzeiger" ist kaum erhalten, erscheint im Jahre 1906 jedoch täglich mit drei Ausgaben.
Do 24.05.1906: Der 1jährige Johannes Markfort ertrinkt gegen 17 Uhr.
Mo 02.07.1906: Die Angelbrücke an der Hofstraße wird für drei Wochen für Fuhrwerke gesperrt.
Mo 09.07.1906: Elisabeth Garthaus geb. Klostermann stirbt im Alter von 51 Jahren.
Sa 29.09.1906: Am Abend gegen 22:30 Uhr scheuen die Pferde des Gespanns eines Bierverlegers auf dem Rückweg nach Münster auf der Brücke Hohes Schemm. Der auf einem Motorrad entgegenkommende Fahrradhändler P. aus Alverskirchen wird von den Tieren überrannt und vom Wagen eine Strecke mitgeschleift. Der aus Wolbeck hinzugezogene Arzt konstatiert eine schwere Gehirnerschütterung sowie schwere innere Verletzungen und ordnet die Überführung ins Wolbecker Krankenhaus an, wo der Mann drei Tage später verstirbt.
Sa 13.10.1906: Wegen Sittlichkeitsverbrechen wird ein Wolbecker Anstreichergehilfe verhaftet und in Untersuchungshaft nach Münster geführt.
Sa 03.11.1906: Bei den Stadtverordnetenwahlen in Wolbeck werden gewählt: In der ersten Abteilung der Arzt Dr. Lackmann und der Apothenbesitzer Hoebink. In der zweiten Abteilung der Wirt Joseph Schmitz.
Bei der Wahl im Kirchspiel Wolbeck wird in der ersten Abteilung der Gutsbesitzer Franz Overmann wiedergewählt. In der zweiten Abteilung wird der Landwirt Weddehage neu gewählt.
Mo 03.12.1906: Der Gastwirt Josef Lasthaus stirbt im Alter von 63 Jahren.
Do 13.12.1906: Auf dem Wege zur Gleichstellung von Lehrern in Stadt und Land wird im Amt Wolbeck einstimmig die neue Besoldungsverordnung beschlossen, die von der Königlichen Regierung bereits bestätigt ist und am 01.04.1907 in Kraft tritt. Demnach erhalten Hauptlehrer 1400 Mark und 9x 200 Mark Zulage, Lehrer 1300 Mark und 9x 200 Mark Zulage sowie Lehrerinnen 1000 Mark und 9x 140 Mark Zulage. Von einer Erhöhung der Mietentschädigung ist abgesehen worden, da fast alle Betroffenen Dienstwohnungen besitzen.
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