Stadt, Wigbold und Kirchspiel Wolbeck
Ein Bilderbogen aus Ort und Bauerschaften

Wolbecker Chronik 1855


Die vorliegende Chronik des Jahres 1855 basiert auf den erhaltenen Ausgaben der Tageszeitung "Münsterischer Anzeiger"
16.01.1855Im Königlichen Tiergarten werden ab 10 Uhr im Distrikt "Mittelster Zuschlag" circa 100 Eichen, größtenteils von bedeutender Länge und Qualität, sowie 25 Buchenholzblöcke verkauft.
22.01.1855Im Dahlbusch des Reichsgrafen von Merveldt werden 100 gefällte Eichen sowie im Großenbusch 43 Eichen auf dem Stamme verkauft.
15.02.1855Im Königlichen Tiergarten werden ab 10 Uhr im Distrikt "Mittelster Zuschlag" 125 Klafter Eichen- und Buchenholz sowie 60 Haufen Wellenholz verkauft.
16.04.1855In Wolbeck werden Kämpe und Ackerstücke mit einer Gesamtgröße von 28 Morgen öffentlich versteigert. (Anmerkung: Die Quelle nennt weder Lage noch Besitzer)
12.06.1855Die Arbeiten zur Erneuerung der Bohlenlage und des Geländers an der Hängemühlenbrücke über die Werse bei Wolbeck werden öffentlich ausgeschrieben. Die Gesamtkosten einschließlich Material sind mit 375 Talern veranschlagt.
28.07.1855Das im Kirchspiel Wolbeck gelegene Gut Holthausen mit einer Gesamtgröße von 156 Morgen soll heute beim Rechtsanwalt Stemrich in Münster auf zwölf Jahre an den Meistbietenden verpachtet werden.
14.08.1855Nachdem der Regen vorgestern aufgehört hat, beginnt heute die Roggenernte, bei der man hervorragende Erträge erwartet. Alle Gartenfrüchte sind ohne Ausnahme bisher ergiebig ausgefallen, bei der Kartoffelernte erwartet man noch eine reiche Ernte.
05.09.1855Bei der Witwe Wessels am Nientiedt im Kirchspiel Wolbeck werden 25 fette Kühe meistbietend verkauft.
27.11.1855In der Nacht auf den 27. November werden beim Wirt Böckmann im Kirchspiel Wolbeck aus den Gästeschlafstuben die folgenden Dinge gestohlen: Zwei Kopfkissen aus blaugekreister Baumseide bzw. blaugestreiftem Drillich, zwei leinene Betttücher, ein Bettbezug aus blaukariertem Kattun, ein Kissenbezug.
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